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- Geschrieben von: Paul-Gerhard von Hoerschelmann
Die Sonne ist gewichen,
Das Abendrot verblichen,
Der Mond scheint still herauf.
Und silbern glänzen Watten,
Dazwischen dunkle Schatten,
Die Nacht nimmt ihren Lauf.
Kein Windhauch ist zu spüren,
Als wär’n des Himmels Türen
Ganz leise zugemacht.
Die Blätter an den Zweigen,
Sie stehen still und schweigen,
Und langsam wächst die Nacht.
Wo sonst an andren Tagen
Im Wind die Wellen schlagen,
Ist alles sanft und still.
Der Insel dunkle Rücken
Entschwinden unseren Blicken,
Weil unser Schöpfer es so will.
Wir stehen da und staunen
Und hören nur ein Raunen,
Das über Watten weht.
Kein Flügelschlag zu hören
Als wollte der betören,
Der durch die Stille geht.
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- Geschrieben von: Paul-Gerhard von Hoerschelmann
Ein Mann ist immer aufgebracht,
Wenn jemand etwas Falsches macht.
Man müßte meinen, er vertrüge
Die Wahrheit nur und nicht die Lüge.
Zum Beispiel , wenn er selbst sich irrte,
Kritik ihn stärke, nicht verwirrte.
Jedoch dem ist nun gar nicht so.
Ihn macht ein solcher Dienst nicht froh.
Der Logik Wurzel sitzt viel tiefer
Als nur am Blatt das Ungeziefer.
Wer innerlich mit sich nicht einig
Macht gerne das Leben andrer steinig.
Und wer Kritik gebrauchen könnte
Sehr gern dem lieben Nächsten gönnte.
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- Geschrieben von: Paul-Gerhard von Hoerschelmann
Ich habe – wie man das so macht-
Gerade etwas »an-gedacht« .
Nicht richtig , gründlich und vernünftig ,
Vielmehr : ein wenig , etwas künftig….
So angetippt und leicht berührt
Und den Verstand etwas verführt.
Nur obenhin genippt , gegessen
Und gleich auch alles schnell vergessen .
So ist das Wort wohl auch gemeint ,
Auch wenn es so gewaltig scheint ,
So klug und locker und modern -
Hohl wie die Nuß , die ohne Kern.
Sie dachten an ein andres Wort:
»Andenken« - Nicht gleich hopp und fort ,
Ein Stück , das bleibt und uns erinnert
Und unser Leben so verinnert .
Sie haben Recht. Das gibt es auch .
Es ist ein guter alter Brauch .
Doch »an-gedacht« ist sehr viel chicker
Und lebensleicht wie dann auch quicker .
Die Zeit , sie hat sich stark verändert .
Das Leben ist nicht mehr bebändert ,
Geschmückt , geliebt – nur angetippt ,
Nur »an-gedacht« und ausgeflippt.
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- Geschrieben von: Paul-Gerhard von Hoerschelmann
Ein Mann vernimmt, es sei das Geld.
Das, was in Zukunft noch mehr fehlt.
Gar laut erschallt das Spargeschrei
Mit Argumenten, die nicht neu.
Vor allem aber den bequemen,
denjenigen Geld wegzunehmen,
Die sich nicht kräftig wehren können
Aus Gründen, die die anderen kennen.
Die aber brauchen ihre Zeit
Für viel Gerangel bis zum Streit
Um das, was einzusparen wäre
Und wer noch Schuld an der Misere.
Das Ganze ist nicht produktiv,
Verbreitet selbstgerechten Mief.
Wie aber würden wir erschrecken,
Wenn wir bei alledem entdecken
Das wir uns um uns selber drehn,
Anstatt diejenigen zu sehn,
Die unsre Tat und Hilfe brauchen -
Ein solcher Lichtblick kann schon schlauchen.